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Christine Dohler

Selbsterfahrung

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Whooo: Mein Buch erscheint bald!

 

Hier schon mal ein Vorgeschmack:

Wie gehst du damit um, wenn du plötzlich vor der Frage stehst: War’s das jetzt? Als Christine Dohler von einem Tag auf den nächsten genau mit dieser inneren Unsicherheit konfrontiert sieht, weiß sie zunächst nicht, wie sie damit umgehen soll. Eigentlich ist ihr Leben doch perfekt: sie ist erfolgreich, gesund, hat einen großen Freundeskreis. Und doch spürt sie eine Sehnsucht in sich, die sie nicht in erklären kann.

Als sie in Hamburg den Dalai Lama für ein Interview trifft, funkt es. Kurzerhand lässt Christine alles hinter sich und stürzt sich in ihr größtes Abenteuer. Ihre Reise führt sie unter anderem in ein Kloster in Nepal, zu einem Kakao trinkenden Schamanen in Guatemala und zu den heißen Quellen Islands. Vor allem aber führt sie ihr Weg zu sich selbst und mitten rein ins Leben!

Am Ende der Sehnsucht wartet die Freiheit ist eine unterhaltsame Inspirationsquelle, sich selbst neu kennenzulernen, den eigenen Träumen und Wünschen zu folgen und endlich das Leben zu führen, nach dem man sich heimlich sehnt.

 

Ab 31. August im Leo-Verlag, kann schon vorbestellt werden und eine Leseprobe gibt es hier

Allgemein

Wie ich magischen Cacao in Guatemala probierte

Kakao? Ja! Was ich 35 Jahre meines Lebens ignorierte, ist die wunderbare Kraft von rohem Kakao, der nur in den Tropen wächst. Hier hat das sensible Pflänzchen das richtige Klima, um ein strakes Superfood zu werden. Und was dabei heraus kommt, ist wirklich magisch. Auf meiner Reise in das spirituelle Hippie-Dorf San Marcos traf ich den Cacao-Schamanen Keith, der hier schon seit Jahren weilt und drei Mal in der Woche eine Cacao-Ceremony veranstaltet.

Aber hört Euch am besten selber an, was er Spannendes zu erzählen hat:

 

Inspiriert von Keith biete ich seit diesem Jahr auch eigene Cacao-Rituale in Hamburg an. Schaut doch mal auf der eigenen Webseite dazu vorbei: www.cacao-ritual.de

Selbsterfahrung

Weniger ist mehr – So geht loslassen!

MEIN NAME IST CHRISTINE, UND
ICH BIN EIN ÜBERFLUSSJUNKIE. In
meinem Bad gibt es Tuben, die ich seit Jahren
nicht angefasst habe. Ich kenne nicht alle meine
Facebook-Freunde. Ich führe pro Tag einen
unsinnigen Chat auf dem Smartphone. Und
natürlich arbeite ich zu viel. Dabei habe ich oft
das Gefühl, es reicht nicht. Ich hätte wirklich
gern mehr Platz für das Wesentliche und würde
gern mehr Gutes in der Welt bewirken. Aber
geht das? Weg mit allem, was mich belastet!
Her mit dem bewussten Simplify-Leben! Einfach
loszulassen und alles anders zu machen
empfinde ich als schwer.
Deshalb schließe ich mich einer Art Selbsthilfegruppe
an, einem Stammtisch der Minimalisten
in meinem Bekanntenkreis. Die acht
Frauen und Männer in den Dreißigern beschäftigt
auch, dass bei allem Überfluss immer die
wichtigen Dinge zu kurz kommen. Wir fragen
uns: Wie kann ich mein Leben entrümpeln? Weniger
grübeln, weniger Zeit verschwenden, weniger
Besitz verwalten und mehr Sinnvolles tun?
Wir tauschen uns ehrlich darüber aus und geben
einander Hausaufgaben wie: das Badezimmer!
Dazu gehört nicht nur, auszumisten, sondern
auch, selbstkritisch zu hinterfragen: Wie viel Zeit
verbringe ich hier? Wie kann ich eine schlichtere
Routine finden? Vielleicht reicht auch Kokosöl
zum Eincremen für den ganzen Körper?
Minimalismus ist ein Trend. In den USA
ziehen Menschen gerade aus ihren geräumigen
Anwesen in Minibuden. Das hat schon Ehen
gerettet! Weniger zu besitzen heißt auch, sich
um weniger kümmern zu müssen. Oft geht es
darum, weniger zu arbeiten, um mehr Zeit für
seine Herzensprojekte zu haben. Und nicht zuletzt
wird es vielen Menschen immer wichtiger,
die Welt durch bewussten Konsumverzicht und
nachhaltiges Wirtschaften zu bereichern. Zu
teilen, zu spenden, niemanden auszubeuten.
Nach mehreren Gruppentreffen erkenne ich,
dass ich zunächst in meinem Alltag Inventur
machen muss: von Versicherungen über Klamotten
bis hin zu ungelösten Konflikten oder
unerfüllten Träumen. Dann gilt es, Überflüssiges
auszumisten, danach neue Gewohnheiten zu
etablieren, beispielsweise nur noch regional
angebautes Gemüse zu kaufen oder für jedes
neue Kleidungsstück ein altes wegzugeben.
Hilfe hole ich mir von meiner Freundin Anne, die
ihren minimalistisch geschulten Blick durch
meine gut aufgeräumte Wohnung schweifen
lässt – und mich dabei mit bohrenden Fragen
bombardiert: „Wann hast du das letzte Mal in
das Buch dort geschaut? Was lagerst du in dem
Schrank da hinten?“ Ich bin nun wirklich alles
andere als ein Messie, aber plötzlich kommt es
mir doch so vor, als ob ich mich mit meinem
Besitz selbst belaste und blockiere. Tatsächlich
finden wir unter meinem Bett eine lange vergessene
Kiste mit Fotos und Briefen von längst
Verflossenen. Meine Freundin schaut mich verschwörerisch
an und sagt: „Wenn du dich
von allem trennst, was du nicht mehr brauchst,
werden ganz viele tolle Dinge in deinem Leben
passieren.“ Das motiviert mich!
Ich will keine Vollzeitminimalistin werden,
weil ich kein radikaler Typ bin. Aber Schritt
für Schritt Ballast abstoßen, das gefällt mir. Es
reicht schon, sich jeden Tag fünf Minuten lang
in seinem persönlichen Umfeld umzuschauen
und dabei zu fragen: Was könnte ich verschenken?
Und vor jeder potenziellen Neuanschaffung
werde ich mir ab sofort die Frage stellen:
Brauche ich das, macht mich das glücklich, will
ich das wirklich? Dabei geht es nicht nur um
das zehnte Paar Schuhe, sondern auch um
neue Bekanntschaften, den dritten Gin Tonic
am Abend, eine weitere App fürs Smartphone,
das nächste aufregende Projekt. Ich prüfe
künftig bei Einladungen zu Facebook-Events:
Muss das sein, oder wäre ein Spaziergang in
der Natur bereichernder? Sich derart in die
Pflicht zu nehmen ist emotional aufwühlend,
auch beängstigend. Wenn man so viel loslässt
und ändert, fragt man sich: Wer bin ich eigentlich
noch? Die neue Leere auszuhalten ist spannend.
Ich habe jetzt schon gefühlt mehr Zeit,
mehr erfüllende Momente, mehr Überraschungen,
letztlich auch mehr Geld und mehr Freiheit.
Ich dachte immer, Minimalismus bedeutet Verzicht
und Einschränkung. Dabei geht es ja um
jede Menge Reichtum. Die neue Leere darf sich
jetzt mit ganz viel Schönem füllen!

Allgemein, Reisen

Stadt, Land, Flow – wohin soll ich nur reisen?

Ich werde oft nach einem Reisetipp gefragt. Sehr gerne: Hier kommt mein Stadt, Land, Flow! Natürlich ist das alles ja immer wahnsinnig subjektiv, aber bisher hat sich noch nie jemand bei mir beschwert…

1. Stadt: Okay, das ist echt hart! Wie soll man sich nur für eine Stadt entscheiden? Ich muss mal eben auf die Weltkarte schauen: Natürlich könnte ich jetzt San Francisco sagen (hallo, Schwester + Nichte + Schwager!). Barcelona (hallo, meine liebe Freudin Bea!). Hamburg (naheliegend). Jerusalem und Tel Aviv (auch schon abgefeiert). Aber ich entscheide mich für einen Underdog: Austin. Wo das liegt? In Texas! Wikipedia hat es treffend erfasst: Die Stadt ist für texanische Verhältnisse ungewöhnlich liberal und alternativ. Und kurios. Da gibt es mitten in der Stadt eine Brücke, in der Millionen von Fledermäuse nisten. Die stinken gewaltig, aber es ist trotzdem wahnsinnig ergreifend, wenn die nachts im Pulk ausschwärmen vor der Skyline der Stadt. Drum herum ist es absolut grün, drinnen findet man wunderbare Musik-Kneipen mit Singer-Songwritern und originelle Food-Trucks mit veganem Hipster-Essen. Und ab und zu reitet ein Cowboy durch die Stadt. Als ich mit meiner Freundin einen Roadtrip durch die USA gemacht habe, war ich nur einmal sauer auf sie: Weil sie nicht noch eine Nacht länger mit mir in Austin bleiben wollte…in diesem klischeehaften, plüschigen Motel: http://www.austinmotel.com/.

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Texas, aber cool

 

2. Land: Wer mich kennt, der wird jetzt schon wissen, was kommt: ISLAND! Ich glaube, mittlerweile denken manche Leute, dass ich dafür bezahlt werde, dass ich dieses Land immer wieder empfehle. Nein! Es ist einfach wirklich so, dass dieses Land dermaßen originell und bezaubernd ist. Es sind nicht nur die heißen Vulkane und die leicht zu reitenden Pferde. Wer vor allem überzeugen die total entspannten und natürlichen Menschen, die gefühlt alle ihr Ding machen und dabei auch noch am Puls der Zeit leben (jedenfalls die Städter). Das Tolle ist: Es werden nicht einfach Trends kopiert, sondern mit einer Prise Isländisch vermischt und dann zu etwas ganz Neuem verarbeitet. Auf Island gibt es keinen Platz für Ladenketten und Uniformes. Und: Keine Chance für „Nee-Sager“. Wer hier eine tolle Idee hat, macht sie und wird ermutigt – nicht nach dem Motto: Jetzt will der auch noch ein Buch schreiben oder einen Blog starten! Das Beste ist aber die Natur: Frei, voller Energie und lebendig. Hier kann man im Moos hüpfen und auf Vulkanen liegen. Also, wer nach einem Island-Urlaub uninspiriert nach Hause kommt….nee, das ist nicht möglich. Achja: Nein, es ist nicht immer dunkel und regnet! Im Sommer kann man noch um Mitternacht bei Sonne im Fluss baden. Im Winter knallen die Nordlichter vom Himmel. Alles gut! Mein Tipp: Zwischen Mai und Ende August für die erste Reise hinfahren. Ist zwar Hochsaison, aber dafür sind die Straßen nicht zugeschneit. Vier Tage Reykjavík und dann entweder 2-3 Wochen Rundreise oder Tagesausflüge machen. Alle weiteren Tipps und Reise-Freunde bekomm ihr im Kex Hostel (http://www.kexhostel.is). Hier sitzen immer Einheimische an der Bar…

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Noch Fragen?

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Somewhere over the rainbow auf Island

 

3. Flow: Wo kann ich einfach mal ich sein? Am besten in einem Retreat! Ja, und dann fängt der Stress an: Wo soll man da hin bei dem großen Angebot, das es mittlerweile gibt. Hier kann ich natürlich viele Empfehlungen geben (und werde das bestimmt auch in einem der nächsten Beiträgen machen). Doch mein Tipp für heute wäre erst einmal: Sich leiten lassen. Wo zieht es mich hin? Wo wollte ich IMMER schon einmal sein? Egal wo! Und was kann ich mir vorstellen, für eine oder zwei Wochen ganz intensiv zu machen: Yoga, Meditation, Surfen…? Will ich etwas Schickes oder Traditionelles? Ich rate: Auf das Herz hören, wie es immer so schön heißt. Ich habe eines der besten Retreats für mich gefunden, als ich Island, Meditieren und Wandern gegoogelt habe (war leider nur ein einmaliges Event von www.mindfuldreaming.org). Und wovon mir schon sooooooo viele Leute vorgeschwärmt haben: ist das Meditations-Zentrum Tushita (www.tushita.info) nahe Dharamsala in Nordindien, der Wohnsitz des Dalai Lama. Meine Freundinnen Tianna und Eva sind dort gerade zum zweiten Mal. Da will ich auch hin!

 

Frage: So, und was ist dein Stadt, Land, Flow?

Allgemein, Sinn

Das Meditations-Geheimnis

In diesem Text steht, was Meditation wirklich bringt. Am Ende erfährt man das Geheimnis.

Jeden Morgen habe ich den wichtigsten Termin des Tages: mit mir. Ich hocke mich auf meine Meditationsbank, schalte die Gedanken ab, spüre meinen Atmen, meinen Körper. Und das mache ich nicht, um zu entspannen oder der Welt zu entfliehen. Ich verschließe nicht die Augen vor dem Leben. Im Gegenteil: Ich bin ganz da. Im Hier und Jetzt. Es gibt kein gestern und morgen. Es gibt nur den Moment und die ganze Kraft, die darin liegt. Volle Konzentration, volle Verbundenheit, volle Power.

Mittlerweile meditiere ich 45 Minuten pro Tag, manchmal mehr oder weniger. Angefangen habe ich vor rund zwei Jahren mit 10 Minuten pro Tag. Und dann wurde ich schnell süchtig. Ich werde oft gefragt: „Wie schaffst du das jeden Tag und woher nimmst du die Disziplin?“ Dahinter steckt vielleicht die Annahme, dass ich mich morgens auf die Meditationsmatte zwingen muss. Im Gegenteil! Ich wache jeden Morgen froh auf, weil der Tag mit Zen-Meditation beginnt.

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Nur atmen, nur sein

 

Das Schöne ist, dass es wirklich nichts zu erreichen gibt. Die Zen-Zone ist komplett ehrgeizfrei und mühelos. Doch der Effekt ist mächtig. Es ist nicht so, dass man nach einer Woche schon völlig entspannt ist und das Leben plötzlich ein einziger Flow wird. Doch nichts hat sich für mich bisher mehr gelohnt, als wirklich jeden Tag zu meditieren. Stück für Stück, wie beim Häuten einer Zwiebel, bin ich mir selber näher gekommen. Und was gibt es Wertvolleres, als authentisch zu werden, sich bei sich zu Hause zu fühlen. Ich bin klarer geworden, habe viel mehr Power und so schnell reißt mich nichts aus der Grundgelassenheit. Es ist wirklich so.

Doch alleine hätte ich es nicht geschafft. Ich meditiere regelmäßig in Gruppen und mit Freunden, das baut viel mehr Energie im Raum auf, von der alle sich was nehmen dürfen. Und das allerwichtigste sind Lehrer und Mentoren, die schon den Berg ein gutes Stück hochgeklettert sind und mir sagen können: „Jetzt geht es lieber rechts entlang, nun mach mal eine Pause und da ist ein Abgrund!“ Jeder muss sein Meditations-Zuhause finden. Meins ist im Zen. Ein klarer, pragmatischer, schnörkelfreier und kraftvoller Weg zur inneren, eigenen Mitte.

Das Wichtigste, und jetzt kommt das Geheimnis: Man muss es wirklich machen: jeden Tag meditieren! Augen zu, gerader Rücken, Knie tiefer als die Hüfte, nicht bewegen, nicht denken, Atmen beobachten. Mindestens 10 Minuten, besser mehr.

Meine Empfehlung zum Einstieg: Mein Online-Kurs, bald auf: www.christinedohler.de