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Allgemein, Sinn

Das Meditations-Geheimnis

In diesem Text steht, was Meditation wirklich bringt. Am Ende erfährt man das Geheimnis.

Jeden Morgen habe ich den wichtigsten Termin des Tages: mit mir. Ich hocke mich auf meine Meditationsbank, schalte die Gedanken ab, spüre meinen Atmen, meinen Körper. Und das mache ich nicht, um zu entspannen oder der Welt zu entfliehen. Ich verschließe nicht die Augen vor dem Leben. Im Gegenteil: Ich bin ganz da. Im Hier und Jetzt. Es gibt kein gestern und morgen. Es gibt nur den Moment und die ganze Kraft, die darin liegt. Volle Konzentration, volle Verbundenheit, volle Power.

Mittlerweile meditiere ich 45 Minuten pro Tag, manchmal mehr oder weniger. Angefangen habe ich vor rund zwei Jahren mit 10 Minuten pro Tag. Und dann wurde ich schnell süchtig. Ich werde oft gefragt: „Wie schaffst du das jeden Tag und woher nimmst du die Disziplin?“ Dahinter steckt vielleicht die Annahme, dass ich mich morgens auf die Meditationsmatte zwingen muss. Im Gegenteil! Ich wache jeden Morgen froh auf, weil der Tag mit Zen-Meditation beginnt.

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Nur atmen, nur sein

 

Das Schöne ist, dass es wirklich nichts zu erreichen gibt. Die Zen-Zone ist komplett ehrgeizfrei und mühelos. Doch der Effekt ist mächtig. Es ist nicht so, dass man nach einer Woche schon völlig entspannt ist und das Leben plötzlich ein einziger Flow wird. Doch nichts hat sich für mich bisher mehr gelohnt, als wirklich jeden Tag zu meditieren. Stück für Stück, wie beim Häuten einer Zwiebel, bin ich mir selber näher gekommen. Und was gibt es Wertvolleres, als authentisch zu werden, sich bei sich zu Hause zu fühlen. Ich bin klarer geworden, habe viel mehr Power und so schnell reißt mich nichts aus der Grundgelassenheit. Es ist wirklich so.

Doch alleine hätte ich es nicht geschafft. Ich meditiere regelmäßig in Gruppen und mit Freunden, das baut viel mehr Energie im Raum auf, von der alle sich was nehmen dürfen. Und das allerwichtigste sind Lehrer und Mentoren, die schon den Berg ein gutes Stück hochgeklettert sind und mir sagen können: „Jetzt geht es lieber rechts entlang, nun mach mal eine Pause und da ist ein Abgrund!“ Jeder muss sein Meditations-Zuhause finden. Meins ist im Zen. Ein klarer, pragmatischer, schnörkelfreier und kraftvoller Weg zur inneren, eigenen Mitte.

Das Wichtigste, und jetzt kommt das Geheimnis: Man muss es wirklich machen: jeden Tag meditieren! Augen zu, gerader Rücken, Knie tiefer als die Hüfte, nicht bewegen, nicht denken, Atmen beobachten. Mindestens 10 Minuten, besser mehr.

Meine Empfehlung zum Einstieg: Die geführte Meditation von meinem Zen-Lehrer Hinnerk Syobu Polenski:

http://zen-schule.de/uebungen/einfuehrung/

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